Forstwirtschaftliche
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Aktuelles

Besuch der Waldklimastation Rothenbuch

Gruppe von Besuchern auf dem Parkplatz an der Waldklimastation Rothenbuch

Am 2. Mai 2025 haben Birgitt Ulrich (Geschäftsführerin FV Unterfranken e.V.), Burkard Losert (FBG Rimpar), Linus Behr (FBG Schweinfurt), Stefan Pfeuffer und Thorsten Schwab (FBG Main-Spessart-West) die Gelegenheit genutzt, die Waldklimastation in Rothenbuch gemeinsam mit dem CSU-Abgeordneten Stefan Köhler MdEP zu besuchen und so die Präsenz der unterfränkischen Wälder zu zeigen. Mit vor Ort waren der Präsident des Bayerischen Waldbesitzerverbands e.V. Bernhard Breitsameter sowie Vertreter der Bayerischen Staatsforsten, der AELF und der Familienbetriebe Land und Forst Bayern e.V.

Als Schattenberichterstatter im Europäischen Parlament für die geplante Waldüberwachung ist Stefan Köhler der direkte Austausch mit der Praxis besonders wichtig. Er lud zum Gespräch über die von der Europäischen Kommission geplante Datenerhebung und Überwachung der Wälder in Europa ein, die zentral in Brüssel organisiert werden soll. Die EU argumentiert, dass eine bessere grenzüberschreitende Koordination notwendig sei, um den wachsenden Herausforderungen durch Klimawandel, Extremwetter, Schädlingsbefall und den Schutz der Biodiversität begegnen zu können. Die Teilnehmer stehen diesen Plänen skeptisch gegenüber, da Bayern bereits ein funktionierendes und bewährtes System für die Waldinventur hat. Dieses System arbeitet gut und sollte weiterhin genutzt und gestärkt werden.

Ein weiteres Thema war die EU-Entwaldungsverordnung (EUDR). Mit der Verordnung zu entwaldungsfreien Lieferketten, deren Umsetzung auf den 30.12.2025 verschoben wurde, hat die EU eine bürokratische Überwachung unserer Wälder eingeführt: Der Waldbesitzer müsste jeden Holzverkauf mit Geolokalisierung melden. Ursprünglich sollte die Verordnung die globale Waldzerstörung bekämpfen, doch sie schränkt vor allem unsere nachhaltige Forstwirtschaft unnötig ein und behindert den Waldumbau sowie den Erhalt klimastabiler Wälder. Da Entwaldung in Bayern, Deutschland und vielen EU-Staaten kaum ein Problem ist, sind die EUDR-Regelungen hier unpassend. Die EU sollte die Verordnung anpassen und Rohstoffproduzenten in Ländern ausnehmen, in denen nachweislich keine Entwaldung stattfindet. Die Anforderung an die Politik lautet deshalb, die Waldbesitzer bei nachhaltiger Bewirtschaftung zu unterstützen und den Bürokratieaufwand zu reduzieren.

Der Austausch hat erneut gezeigt, wie stark das regionale Know-how und die bayerischen Strukturen zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung, zur Klimaanpassung und zum Schutz der Biodiversität beitragen. Die Europäische Union sollte Bestehendes allenfalls gezielt unterstützen, ohne funktionierende Strukturen zu behindern. Herr Köhler bedankte sich bei allen Anwesenden für den offenen Austausch und das Engagement für unsere Wälder und gegen noch mehr Bürokratie.

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