Keine Rückabwicklung des Waldumbaus
Anlässlich der Mitgliederversammlung des Bayerischen Waldbesitzerverbandes in München haben Vertreter von Wald-, Land- und Grundbesitz aus Bayern, Baden-Württemberg und Österreich den „Münchner Appell“ verabschiedet und an Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer übergeben. Darin fordern sie einen sofortigen Stopp und eine grundlegende Überarbeitung der EU-Wiederherstellungsverordnung (Nature Restoration Law).
Zwar unterstützen die Verbände das Ziel resilienter Ökosysteme, kritisieren jedoch die aktuelle Umsetzung als realitätsfern. Starre Vorgaben würden den notwendigen Waldumbau im Zuge des Klimawandels behindern, wirtschaftliche Risiken erhöhen und ökologische Schäden verursachen. Zudem seien Finanzierung, Zeitvorgaben und bürokratische Anforderungen unklar oder überzogen.
Die Verbände fordern daher einen Neustart der Verordnung mit stärkerer Einbindung der Praxis, mehr Freiwilligkeit und Kooperation, gesicherter Finanzierung sowie realistischen, klimaflexiblen Zielen und Vorgaben.
- Der Münchner Appell PDF, 122 KB
- Meldung des Bayerischen Waldbesitzerverbandes PDF, 303 KB