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RICHTIGSTELLUNG AUS SICHT DER FORSTWIRTSCHAFTLICHEN VEREINIGUNG UNTERFRANKEN, DES BAYERISCHEN BAUERNVERBANDES, SOWIE DES BAYERISCHEN WALDBESITZERVERBANDES. 
 
Am 18. Oktober 2016 lud die Forstwirtschaftliche Vereinigung Unterfranken (FVU), der bayerische Bauernverband und der bayerische Waldbesitzerverband zu einer Pressekonferenz nach Hofheim ein. Grund der Einladung war es, Stellung zu den Presseberichten des letzten halben Jahres zu nehmen, wo aufgrund mangelnder Informationen falsche Aussagen zustande kamen. Die Beschlusslage von 2004 war es, die jetzt zu Unsicherheiten und Angst führt. „Die Hoheitsverwaltung soll sich aus der Beförsterung zurückziehen“ heißt es in dem Waldpakt. Per Landtagsbeschluss 2011 wurde die Umsetzung beschlossen. Anfang August 2016 gab es eine Informationsveranstaltung, auf welcher Staatsminister Brunner über die weitere Vorgehensweise informiert. 1. Vorsitzender der FVU Herr Borst machte deutlich, dass der Personalabbau in Verbindung mit der Umsetzung des Kommunalwaldpakts keine Hauruck-Aktion werden wird, sondern äußerst sozial gestaltet und für alle Beteiligten verträglich umgesetzt wird. Bis 2019 sind 5 Stellen betroffen. Auch die Waldbewirtschaftung in Unterfranken sei hierdurch nicht gefährdet. Keiner steht im Wald alleine, wie es in einem kürzlich geschriebenen Pressebericht heißt. Die Qualität der nachhaltigen Bewirtschaftung wird die Gleiche sein. Die Förster der Forstlichen Zusammenschlüsse stehen der Ausbildung zu den staatlichen Förstern in keinster Weise nach. Diese haben zum größten Teil die gleiche Ausbildung, dementsprechend wird hier kein Nachteil für den Waldbesitz entstehen. Herr Weiler vom bayerischen Bauernverband betonte ebenfalls, dass der Wald gut betreut und nachhaltig bewirtschaftet bleit, da die Forstbetriebsgemeinschaften (FBG´en) die Aufgaben übernehmen können. Die FBG´en erbringen bereits sehr gut Leistungen auf der Fläche, wie zum Beispiel im Bereich Waldumbau sagt Herr Weiler. Es können Waldpflegeverträge in Anspruch genommen werden, eigentlich kann man sagen, ein FBG kann ein „Rundum-Sorglos-Paket“ anbieten. Die gesetzlichen Vorschriften können wir nicht ändern, laut Herr Weiler, wir sollten uns um genügend qualifiziertes Personal kümmern, um den Bedürfnissen einer ordentlichen Waldbewirtschaftung gerecht zu werden. Josef Mendt, Bezirksvorsitzender des bayerischen Gemeindetages und Vertreter vom bayerischen Waldbesitzerverband, erklärte aus seiner Sicht, dass die entstandene Situation sehr ärgerlich sei, ein Keil wurde zwischen die beiden Parteien „Kommunen und FBG´en“ getrieben. Der Landtagsbeschluss habe solange kein Antrag auf Änderung gestellt, wird Bestand und muss durchgeführt werden. Er sagte ganz deutlich, dass die Waldbewirtschaftung durch eine Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) eine gute Alternative sei. Mittlerweile sind hier mehr Förster beschäftigt, als vor dem Beschluß in 2004. Gotthard Schlereth, Bürgermeister von Oberthulba zeigte an seiner FBG ganz klar auf, dass es sehr gut funktionieren kann. 6.666 ha Kommunalwald werden von der FBG Rhön-Saale zur Zufriedenheit der Kommunen bewirtschaftet. Ganz klar waren sich auch alle drei Redner einig: Rückrad einer FBG sind die Kommunen, was existenziell auch für die Betreuung des Privatwaldes, Kleinprivatwaldes wichtig ist. Hierfür ist die Zusammenarbeit sehr wichtig und diese muss auf Augenhöhe stattfinden.

Zusammenfassend wird nochmal deutlich, dass die Unsicherheit und Angst unbegründet ist. Eine schnelle Planungssicherheit wäre für alle wichtig. Dies setzt ein Konzept voraus, das nicht von der FVU und den Verbänden geliefert werden kann. Die Forstverwaltung muss hier das Vorgehen klar definieren.



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